Jede/r Vierte macht neun Überstunden in der Woche!
-
|
Mehr
AKNÖ-Haneder: Höhere Zuschläge schaffen Arbeitsplätze
In der neu aufgeflammten Diskussion um die Reduzierung von Überstunden stärkt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder dem ÖGB den Rücken. Studien der AKNÖ ergeben, dass Überstunden in Niederösterreich ein strukturelles Problem sind, und dass höhere Zuschläge neue Arbeitsplätze schaffen würden.
Niederösterreichs Wirtschaft hat ein Überstundenproblem. 162.000 ArbeitnehmerInnen müssen im Schnitt pro Woche neun Überstunden leisten – das ist fast jede/r vierte ArbeitnehmerIn in Niederösterreich. Besonders betroffen sind laut einer Studie der AKNÖ die ArbeitnehmerInnen im Handel und im Gastgewerbe. Wenn etwa KellnerInnen Überstunden machen, dann kräftig: Fast 13 Stunden pro Woche, im Handel sind es knappe zehn Stunden. Die Mehrheit der Betroffenen empfindet die Überstunden als enorme Belastung. Für AKNÖ-Präsident Hermann Haneder ein strukturelles Problem: „Diese enorme Zahl an Betroffenen und an geleisteten Überstunden kann nicht alleine durch Auftragsspitzen zustande kommen. Es ist einfach so, dass es für Firmen billiger ist, ihre ArbeitnehmerInnen regelmäßig Überstunden machen zu lassen als ausreichend Personal einzustellen.“
Höhere Zuschläge schaffen Arbeitsplätze
Haneder begrüßt den Vorstoß des ÖGB, Überstunden für Unternehmen mit höheren Zuschlägen unattraktiver zu machen. „Auch die AKNÖ-Studien ergeben, dass Überstundenzuschläge von 75 Prozent statt bisher 50 Prozent vor allem in Branchen mit hoher Überstundenbelastung zu neuen Arbeitsplätzen führen würden.“ Im Handel etwa würden dann vier Vollzeitarbeitskräfte ohne Überstunden genauso viel kosten wie aktuell drei Vollzeitarbeitskräfte, die durchschnittlich knapp zehn Überstunden pro Woche leisten müssen. „Das wäre ein gewaltiger Beschäftigungsimpuls, der nicht nur denen zugute käme, die dadurch einen Arbeitsplatz finden. Das wäre auch eine enorme gesundheitliche Entlastung für alle ArbeitnehmerInnen, die jetzt regelmäßig Überstunden leisten müssen.“
Allerdings brauche es auch zusätzliche Maßnahmen, sagt der AKNÖ-Präsident: „Man muss Schlupflöcher wie All-In-Verträge schließen und mehr kontrollieren, ob die Arbeitszeitregelungen auch eingehalten werden“, sagt Haneder.
-
|
Mehr
Kontakt & Beratung
AKNÖ Zentrale
Windmühlgasse 28
A-1060 Wien
Tel: 05 7171
Arbeitsrecht: 05 7171 - 1717
Konsument: 05 7171 - 1616
mehr


