Zukunftsvorsorge: Ausstieg unmöglich

AKNÖ für Gesetzesänderung

Gekürzte staatliche Förderung, schlechte Resultate und geringe Sicherheit – die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge hat ihre Attraktivität eingebüßt. Trotzdem sind die Menschen, die sich für diese Form der Vorsorge entschieden haben, für mindestens 10 Jahre gebunden. Die AKNÖ tritt für eine Aufhebung der Bindefrist ein.

Eva B. hat sich 2008 für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge entschieden und sich für 15 Jahre gebunden. Monatlich hat sie 100 Euro einbezahlt. Derzeit leidet sie an einem finanziellen Engpass. Aus diesem Grund und weil die Zukunftsvorsorge ohnehin nicht das bringt, was ihr versprochen wurde, möchte sie aussteigen. „Rechtlich betrachtet ist eine Kündigung nicht möglich. Die gesetzliche Bindefrist beträgt 10 Jahre. Die Versicherung, in diesem Fall die ERGO, ist auch zu keiner kulanten Lösung bereit“, sagt Mag. (FH) Manfred Neubauer, Konsumentenberater der AKNÖ.

So wie Frau B. ergeht es derzeit vielen der 300.000 NiederösterreicherInnen, die einst auf die Zukunftsvorsorge gesetzt haben. „Die Bindefrist muss weg", fordert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. „Bei Lebensversicherungen gibt es eine jährliche Kündbarkeit, warum soll das nicht auch hier gelten? Wenn die Republik die Förderung kürzt, ist das ein staatlicher Eingriff in einen bestehenden Vertrag. Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, darauf reagieren zu können!"

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